Digitale Aufklärung

Di, Feb 23, 2010

Gesellschaft, Menschen, Zukunft Autor: Juergen Kuri

Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit. Zu dieser Aufklärung aber wird nichts erfordert als Freiheit; und zwar die unschädlichste unter allem, was nur Freiheit heißen mag, nämlich die: von seiner Vernunft in allen Stücken öffentlichen Gebrauch zu machen.

immanuel_kantWir leben in seltsamen Zeiten. In Zeiten, in denen ein altgedienter Cyberspace-Protagonist mit wohlfeilen Warnungen vor dem digitalen Mob hausieren geht, in denen das Feuilleton einer großen Tageszeitung die Debatte über die durch das Internet ausgelösten gesellschaftlichen Veränderungen anführt, in denen die selbst ernannten Internet-Versteher nur noch zu ideologischen Reflexen einer präpotenten
Verteidigung aller technischen Neuerungen in der Lage sind. Ja, wir leben in interessanten Zeiten, in denen alle Zeichen darauf hindeuten, dass – wie schon so oft – die Techniken, die Werkzeuge uns ungeahnte Möglichkeiten bieten, aber auch weiter sind als die Gesellschaft, die sich ihrer bedienen soll oder muss.

Der Grad der (technischen) Vernetzung und die Geschwindigkeit, mit der Informationen über wichtige wie belanglose Ereignisse und über jeden User den einzelnen Internet-Nutzer erreichen, überfordern viele Anwender – das Wort vom Kontrollverlust nicht nur über die Privatsphäre, sondern gar über das eigene Denken macht die Runde. Social Networks vereinen Bekannte und Unbekannte, führen bei vielen Anwendern zu einer Art halböffentlichem Leben, in dem sie derzeit allzu oft nicht mehr wissen, was von ihrem Leben überhaupt noch privat und was öffentlich ist. Dabei steht ihnen nahezu jede Information, alles Wissen, jedes Info-Schnipsel, jede Äußerung anderer Nutzer nahezu in Echtzeit zur Verfügung. Wo immer man sich auch befindet, haben die Betreiber und Anbieter der allumfassenden Vernetzung bereits für Zugang und für Zugangsgeräte gesorgt. Das Versprechen der grenzenlosen mobilen Internet-Freiheit führte zuletzt zu einem Boom bei Smartphones; gleichzeitig aber setzen immer mehr Anbieter darauf, diese mobile Freiheit durch Apps zu kanalisieren und zu monetarisieren – wobei das Modell mit neuen Zugangsgeräten wie dem iPad oder den eBook-Readern auf das Netz allgemein ausgedehnt werden soll.

Der Nutzer bewegt sich in einem für ihn nicht mehr überschaubaren Raum aus Informationen, in dem seine eigenen Daten im Nebel verschwinden: Für den Anwender ist die Cloud, in der Anwendungen, Daten, Dienste zentral für die User im Echtzeit-Netz zur Verfügung gestellt werden, eine undurchsichtige Nebelwand, hinter der die eigene Persönlichkeit von Verkäufern durchforstet und analysiert wird. Selbst wer vorsichtig mit seinen persönlichen Daten umgeht, hat keine Entscheidungsmöglichkeit darüber, was durch Vernetzung der von ihm hinterlassenen Spuren über ihn herauszubekommen ist: Er erfährt es schlicht nicht, bzw. er erfährt im Zweifelsfall nur das Ergebnis.

Gleichzeitig aber begegnet das Echtzeit-Netz dem User als Wundertüte, die alles möglich macht. Seriöse Information, Unterhaltung, ein bisschen Spaß mit Verschwörungstheorien, Recherche für den nächsten Arztbesuch, Freunde treffen und finden, eigene Ideen und Gedanken selbst publizieren, das beste Restaurant in der Umgebung für das Essen mit den Schwiegereltern heraussuchen, an politischen Ereignissen partizipieren, Einfluss nehmen, konsumieren – alles kein Problem, alles hier und jetzt und sofort und jederzeit und gleichzeitig und für alle.

Ungeahnte Möglichkeiten. Die Apologeten sehen eine goldene neue Zeit heraufbrechen – wenn, ja wenn man doch endlich das neue Denken einübte und die Privatsphäre ad acta legte. Wer dazu nicht bereit ist, habe schlicht das Internet nicht verstanden. So einfach kann man es sich natürlich machen. Die vernetzten Welten (oder, um einmal den CeBIT-Slang zu gebrauchen, die “connected worlds”) erscheinen dann als Paradies, in dem sich eine technische und mediale Elite pfleglich einrichten und dem Volk sagen kann, wie denn das neue Denken auszusehen habe. Das Internet wird zur mythischen Maschine, die ein Eigenleben entwickelt und alles befreit – oder, in den Worten der Netz-Endzeitpropheten, alles verschlingt im Toben eines digitalen Mobs. Technikfetischismus, positiv oder negativ getönt, tauchte in der Geschichte immer wieder auf und führte immer in die Irre.

Die ideologiegetränkten Debatten Internet-Versteher vs. Endzeit-Propheten (unter gelegentlichen Einwürfen eines Internet-Ausdruckers vulgo: Internet-Nichtverstehers) sind nur noch langweilig. Und letztlich selbstreferentiell – stehen doch auf beiden Seiten selbst ernannte Eliten, die den Mob lediglich als (positiv besetztes oder schrecklich dräuendes) Proselyten-Material ansehen. Der Mob schaut verwundert ob der Misse- oder Wundertaten, die ihm da zugeschrieben werden. Seiner Wege zu ziehen aber fällt ihm schwer: In dieser digitalen Welt fehlen allzu oft genau die Informationen, um die Entscheidung fällen zu können, welche Misse- oder Wundertat denn nun als nächstes zu vollbringen ist.

Es geht schon lange nicht mehr um Pro und Contra. Nicht erst der Übergang vom Überall- zum Echtzeit-Internet verändert unser Denken. Es ist aber nur für einen informierten Nutzer, der keinen realen Kontrollverlust in Kauf nehmen muss, möglich, zu entscheiden, wie weit das gehen soll: Wie weit er sich auf die Simultanität von Ereignis und Information einlassen will, wie weit er mit der Gleichzeitigkeit seiner Handlungen gehen will, was er künftig unter Privatsphäre oder gar einem halböffentlichen Leben im Netz verstehen will. Nur ein informierter Nutzer kann entscheiden, wie weit die Kakophonie aus Wissen, Verschwörungstheorien, Gerücht, Information, Lüge und Wahrheit von ihm sortiert werden kann und befeuert sowie genutzt werden soll. Wer aber die umfassende Information über die Grundlagen seines Lebens im Netz einfordert und bekommt, kann auch entscheiden, beispielsweise seine Privatsphäre aufzugeben: Das ist seine Angelegenheit als autonomer Bürger der digitalen Welt. Dafür aber muss er die Kontrolle behalten und Werkzeuge entwickeln, eigene Regeln aufstellen, Filter einrichten, um Relevanz von Nichtigkeit, Spaß von Unsinn, Lüge von Wahrheit, Sinn von Unsinn unterscheiden zu können.

Die Fähigkeit zur Selbstbestimmung und Kontrolle ist eine Grundvoraussetzung für den Bürger als entscheidungsfähigem Einwohner der
digitalen Welt, der diese Regeln, Filter und Werkzeuge entwickelt. Diese Fähigkeit muss erkämpft werden – wie jede Freiheit, die verschwindet, wenn man sie nicht nutzt und nicht durch bewusste Entscheidungen erhält. Und sie muss durchgesetzt werden: Gegen die Konzerne, die das Echtzeit-Internet ohne Rücksicht auf Verluste und gegen den Kontrollanspruch der Nutzer vorantreiben, und gegen die
Internet-Apologeten, die eine eigene Teleologie des “Das Netz ist, wie es ist, weil es schon immer so gedacht war, und es wird auch immer so sein” etablieren. Das Internet verändert unser Denken – wer aber leugnet, dass unser Denken auch das Internet verändern (kann und soll), macht den Kontrollverlust real, macht die Geschwindigkeit zum Kriterium des Denkens und nicht die Autonomie, die Entscheidungsfähigkeit braucht.

Das Internet braucht eine digitale Aufklärung mit all ihrem kritischen Potenzial. “Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit. Unmündigkeit ist das Unvermögen, sich seines Verstandes ohne Leitung eines anderen zu bedienen.
Selbstverschuldet ist diese Unmündigkeit, wenn die Ursache derselben nicht am Mangel des Verstandes, sondern der Entschließung und des Mutes liegt, sich seiner ohne Leitung eines andern zu bedienen. [.. .] Zu dieser Aufklärung aber wird nichts erfordert als Freiheit; und zwar die unschädlichste unter allem, was nur Freiheit heißen mag, nämlich die: von seiner Vernunft in allen Stücken öffentlichen Gebrauch zu machen.”

Oder, um es mit einem Interpreten zu sagen: “Unsere Autonomie wird durch unseren bisherigen Umgang mit dem Internet bedroht, ich glaube nicht, dass man sagen kann, das Internet sei von Beginn an verseucht. Das Medium hat uns aber in eine Überforderungssituation gebracht, die ideologisch ausgebeutet wird. Diese Überforderungssituation ist selbstverschuldet, denn sie ist nicht notwendig. Schließlich war die Welt immer schon unübersichtlich.”

Ja, wir leben in interessanten und seltsamen Zeiten. Das Internet ist kein Maschinengott einer digitalen Religion, an den wir glauben müssen, weil er immer schon das sein sollte, was er ist. Das Internet ist nicht der Teufel, der uns in die Hölle der vollständigen Bedeutungslosigkeit des Menschen stößt. Das Internet muss nicht das sein, was es heute ist. Menschen haben es dazu gemacht. Menschen – autonome entscheidungsfähige Bürger – können es verändern, bestimmen, in welche Richtung es sich entwickelt, wie sie es haben wollen. Dafür sind Techniker-Dissidenten sehr willkommen – oder, wie Frank Schirrmacher formulierte: “Die Informatiker müssen aus den Nischen in die Mitte der Gesellschaft geholt werden.” Wir müssen lernen zu entscheiden. Wie soll das Echtzeit-Internet unser Denken verändern? Wie soll unser Denken das Echtzeit-Internet verändern?

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35 Responses to “Digitale Aufklärung”

  1. Sascha Lobo
    Sascha Lobo Says:

    Einer der besten Debattenbeiträge zum Thema Netz und Gesellschaft bisher: http://1.ly/aufklaerung von @jkuri #webciety

  2. mspro
    mspro Says:

    eine zu dekontruierende aufklärungsschrift: http://webciety.de/?p=3793 via: @saschalobo

  3. Carta
    Carta Says:

    RT @RomanusOtte Lesenswert: Das Internet und die Gesellschaft: Digitale Aufklärung http://bit.ly/chYM37

  4. Stefan Langnickel
    Stefan Langnickel Says:

    Ich vermisse die Wörter Medienkompetenz und digitale Erziehung. Sehr schöner Artikel!

  5. Ralf Schuster
    Ralf Schuster Says:

    3 Fragen bitte:

    Geht es Euch um Formulierungen oder um Aussagen? Ich meine, ein so – durchaus – wichtiges Thema sollte für alle verständlich sein. Der Artikel macht den Eindruck, er wolle eher gelehrsam klingen, als wirklich jemanden zu erreichen.

    Was passiert mit denen, die entweder unvernünftig sind, oder einen anderen Vernunftsbegriff haben, oder schlicht nicht zur nötigen Reflexion in der Lage sind? Web – Darwinismus?

    Warum stets dieses reflektorische Herumhacken auf Lanier? Immerhin kann man einige seiner Thesen durchaus in diesem Text wiederfinden. Er mag teilweise ebenfalls überzogen formuliert haben, eine faire Auseinandersetzung hat auch er verdient, oder?

  6. touristin
    touristin Says:

    den aktuellen Debattenstand gut zusammengefasst – guter Ansatz, doch wo anfangen bei den digital natives, die ihr gesamtes Leben auf facebook stellen und nicht wissen warum – und es interessiert sie auch nicht – “autonome entscheidungsfähige Bürger” werden heute nicht mehr aus Schulen und UNi´s entlassen – da liegt m:A. nach ein großes Problem!

  7. Swen Wacker
    Swen Wacker Says:

    "Digitale Aufklärung" Jürgen Kuri (c't) argumentiert trefflich mit Kant auf webciety: http://bit.ly/chYM37

  8. Hans-Dieter Z.
    Hans-Dieter Z. Says:

    RT @carta_ RT @RomanusOtte Lesenswert: Das Internet und die Gesellschaft: Digitale Aufklärung http://bit.ly/chYM37

  9. saschalobo
    Sascha Lobo Says:

    Lieber Ralf Schuster, auf die drei Fragen drei Antworten, obwohl ich nicht der Autor des Textes bin.

    1) Ich halte den Text für gut verständlich. Gemessen an der Tatsache, dass hier ein Fachblog ist für technologische Themen im erweiterten Kontext der CeBIT, spart er mit verkomplizierenden Fachbegriffen, dankenswerterweise. An nicht alltäglichen Fremdwörtern, die nicht alltägliche Zusammenhänge erklären, kann ich bei einer Diskussion auf dem Niveau (das ich medienübergreifend als eher hoch empfinde) nichts schlechtes finden.

    2) Eine berechtigte Frage. Aber sie muss nicht zwingend in einem Blogbeitrag geklärt werden, sondern kann auch gut in der Diskussion danach geklärt werden. Sie könnten doch gern einen Vorschlag formulieren.

    3) Lanier hat sich leider vom kritischen Mahner zur Pfeife entwickelt, das möchte ich mal so deutlich aussprechen. Ich verfolge sein Schaffen seit 2005, in “Wir nennen es Arbeit” haben Holm Friebe und ich ein Unterkapitel (Der Digitale Maoismus) nach einem bemerkenswerten Essay benannt und uns näher mit seinen damals zutreffenden Thesen beschäftigt (Seite 182, Hardcover).

    Leider behauptet er inzwischen viel Quark. Ich möchte da nichteinmal ins Detail gehen, über diesen Quark haben andere schon ausreichend viel geschrieben, wenn gewünscht, kann ich ein paar Links heraussuchen. Ich möchte lieber auf den Mechanismus eingehen.

    Lanier war einer der allerersten, die sich Gedanken gemacht haben über das Netz und die Welt, lange bevor ich auch nur jemanden kannte, der eine Mailadresse hatte. Oder von der Existenz des Browsers wusste, zum Beispiel. Meine Vermutung: er hat in seinem direkten Umfeld viele Menschen gesehen, die das Netz schlechter verstanden haben, die sich weniger Gedanken gemacht haben – aber irgendwann reich geworden sind oder bekannt. Das scheint ihn, der in jedem zweiten Satz seine ungeheure Egozentrik und Mißgunst beweist, gewurmt zu haben. “If you’re so smart, why aren’t you rich?”

    Jetzt schreibt er also ein Buch, das sich als von der dankbaren Kulturkritik gut als Saulus-zum-Paulus verkaufen lässt. Dass er dabei mit seinen “Digitalen Mob”-Thesen irre auf den Schlamm haut und viel Porzellan zerbricht aber gleichzeitig Werbung und Geldverdienen im Netz als Teufel darstellt, ist nichts weniger als bigott. Und entwertet vor allem den relevanten Teil der Thesen, die er tatsächlich auch transportiert.

  10. Doerte
    Doerte Says:

    RT @hdzimmermann: RT @carta_ RT @RomanusOtte Lesenswert: Das Internet und die Gesellschaft: Digitale Aufklärung http://bit.ly/chYM37

  11. Michael
    Michael Says:

    Was will uns der Autor sagen? Ich verstehe es nicht, und ich habe Philosophie studiert.
    Wer es nicht klar und verständlich sagen kann, soll es lassen:

    “Ja, wir leben in interessanten und seltsamen Zeiten.”

    Das seltsame an unseren Zeiten sind solche seltsamen Artikel.

    Ich bin mit dem Internet nicht überfordert, aber mit diesem Artikel: Ja, völlig überfordert, und das liegt nicht an mir, sondern daran, dass der Verfasser mit der Materie überfordert ist.

  12. dré
    dré Says:

    uff – endlich mal ziemlich gut auf den punkt gebracht. und ja Sascha, wunderbar ohne verkomplizierende fachbegriffe. dennoch – der gebrauch des einen oder anderen fremdwortes scheint mir unnötig, wenn nicht störend.

  13. saschalobo
    Sascha Lobo Says:

    it’s only feuilleton (but i like it).

  14. Juergen Kuri
    Juergen Kuri Says:

    Danke erstmal für diese ersten Kommentare, mal kurz hier nur eine Anmekung @ Ralf Schuster, während ich auf dem Sofa rumhänge und mir (ja echt, ich fasse es selbst nicht) ganz angetan “Unser Star für Oslo” reinziehe:

    Ich möchte ja Lanier nicht gleich als Pfeife bezeichnen, obwohl er wirklich mit seinem “Digitalen Maosimus” und “Digitalem Mob” Tingeltangel betreibt: Aber der “Mob” ist keine kritische Kategorie. Der Mob, der tobte in der französischen Revolution und in der Kristallnacht, der Mob stürmte am 17, Juni und am 9. November durch die Straßen. der Mob machjte Kulturrevolution wie badische Revolution. Wir wissen seit der “Dialektik der Aufklärung”, dass die Aufklärung zur formalistischen, technokratischen Sprache wird, die auch Auschwitz ermöglicht – wenn sie ihr kritisches Potenzial verliert. Ähnliches gilt für das, was Lanier “Mob” nennt.

    In diesem Sinne, auf viele weitere Debatten, Jürgen Kuri

  15. Daniel
    Daniel Says:

    Ein schöner Satz: “Die Informatiker müssen aus den Nischen in die Mitte der Gesellschaft geholt werden.”
    Aber lasst uns ruhig wo wir sind, wir Software Entwickler und Informatiker, Algorithmenausdenker und Code-Optimierter.
    Manchmal können wir uns wie Götter fühlen, weil die Menschen über unser Werk so fein philosophieren.

    Ich stimme dem Kommentator Michael vollkommen zu. Auch nicht “alltägliche Zusammenhänge” können einfacher thematisiert werden.
    Nicht alltäglich?
    Vielleicht sollten die “Netz und Gesellschaft”- Debattierer in die Mitte der Gesellschaft geholt werden, damit alle drüber diskutieren können.

  16. Tania Tempo
    Tania Tempo Says:

    liebe Autoren, zu großen und erhabenen Gesten holt ihr aus, die aber alle ins Leere schlagen. Selbst die gepimpte Feuilleton-Grammatik kann nicht vertuschen, dass der Text keine Aussage enthält. Fazit: Zeitverschwendung!

  17. links for 2010-02-23 : Bibliothekarisch.de
    links for 2010-02-23 : Bibliothekarisch.de Says:

    [...] Digitale Aufklärung | webciety Wir leben in seltsamen Zeiten. In Zeiten, in denen ein altgedienter Cyberspace-Protagonist mit wohlfeilen Warnungen vor dem digitalen Mob hausieren geht, in denen das Feuilleton einer großen Tageszeitung die Debatte über die durch das Internet ausgelösten gesellschaftlichen Veränderungen anführt, in denen die selbst ernannten Internet-Versteher nur noch zu ideologischen Reflexen einer präpotenten Verteidigung aller technischen Neuerungen in der Lage sind. Ja, wir leben in interessanten Zeiten, in denen alle Zeichen darauf hindeuten, dass – wie schon so oft – die Techniken, die Werkzeuge uns ungeahnte Möglichkeiten bieten, aber auch weiter sind als die Gesellschaft, die sich ihrer bedienen soll oder muss. (tags: medienkompetenz gesellschaft 2010) [...]

  18. König Ingo
    König Ingo Says:

    Spannend: Einer der besten Debattenbeiträge zum Thema Netz und Gesellschaft bisher: http://is.gd/93V0T von @jkuri (via @bernhardjenny)

  19. Notizblog » Proselyten
    Notizblog » Proselyten Says:

    [...] Kuri hat einen interessanten Artikel über die notwendige Aufklärung im digitalen Zeitalter geschrieben. Die ideologiegetränkten [...]

  20. gis
    gis Says:

    In Zeiten, in denen man sich als säkularer, abgeklärter Zeitgenosse im Feuilleton als “Fundamentalist der Aufklärung” beschimpfen lassen muss, verwundert es nicht, wenn es nicht weit her ist mit einer “digitalen Aufklärung”!

  21. bernhard jenny
    bernhard jenny Says:

    RT @saschalobo: Einer der besten Debattenbeiträge zum Thema Netz und Gesellschaft bisher: http://1.ly/aufklaerung von @jkuri #webciety

  22. bernhard jenny
    bernhard jenny Says:

    RT @saschalobo: Einer der besten Debattenbeiträge zum Thema Netz und Gesellschaft bisher: http://is.gd/93V0T von @jkuri #webciety

  23. Martin Grandrath
  24. Claudia Klinger
    Claudia Klinger Says:

    Netzkritik: Digitale Aufklärung | webciety http://ff.im/-gtbaL

  25. GrünAlt.StudentInnen
    GrünAlt.StudentInnen Says:

    RT @saschalobo Einer der besten Debattenbeiträge zum Thema Netz und Gesellschaft bisher: http://1.ly/aufklaerung von @jkuri #webciety

  26. icke
    icke Says:

    die forderung nach digitaler aufklaerung ist im prinzip nich sooo neu. medienkompetenz nicht nur fuer digitale medien wird schon zu recht seit jahren gefordert. dieser forderung in digitalen zeiten noch staerker zu fordern ist daher nur logisch und richtig.

  27. Doerte
    Doerte Says:

    RT @dborch: Digitale Aufklärung ist nicht Medienkompetenz. Oder hat Kant was von Ethikkompetenz gesagt? http://bit.ly/bjNvnB

  28. Zeitalter der digitalen Aufklärung « MEDIENBLICK BONN
    Zeitalter der digitalen Aufklärung « MEDIENBLICK BONN Says:

    [...] Denken das Echtzeit-Internet verändern? Gedanken zur Digitalisierung der Gesellschaft in unserem Blick des Tages vom 24.02.2010 >> Einen Kommentar [...]

  29. links for 2010-02-24 | FutureWorks Research
    links for 2010-02-24 | FutureWorks Research Says:

    [...] Digitale Aufklärung (tags: media internet web2.0 society) [...]

  30. denke lieber anonym
    denke lieber anonym Says:

    Das Problem hier ist, dass das Gros der Menschen durch seine “immanente” Bequemlichkeit meiner Meinung nach mit selbstverschuldeter Unmündigkeit wunderbar leben kann. Leider

    Die Frage daher ist, welcher Impuls nötig sein muss, um die ganzen Hirne wachzurütteln, damit sie einsehen, dass auch sie befähigt sind, ihre Gedanken gesellschaftlich einzubringen. Die Ohnmachtsmentalität kommt nämlich noch als Sahnehäubchen zur Bequemlichkeit hinzu. Leider

  31. human
    human Says:

    Die Psychologie ist als zu junge Wissenschaft noch nicht im Bildungssystem angekommen. Ein verdeckter ‘Machiavellismus 2.0′ verhindert allzu sorgfältige Aufklärung der Menschen, weil zu viel Wissen für alle dem Machterhalt parasitärer Systeme und deren Profiteuren zuwiderläuft. Seelenlose Technokraten, graue Eminenzen, die über den Schlüssel zur Macht – die Bildung – wachen, bringen Schülern flächendeckend einen Minderwertigkeitskomplex durch die geschichtliche Aufklärungskeule bei, ohne die heute bekannten, seelisch-charakterlichen Ursachen zu beleuchten. Das Streben nach Überwindung desselben im Berufsleben dient dann dem Erhalt des individuellen Selbstmodells und des daraus resultierenden Gesellschaftscharakters (vgl. E. Fromm). Gerade im digitalen Zeitalter ist Charakter- und Herzensbildung die immer offensichtlichere Antwort auf das so dringende Ende der (eben oft nicht selbstverschuldeten) Unmündigkeit. Warum die Mächtigen, die weitreichende Entscheidungen für die Gesellschaft treffen, nie für die Liebe werden kämpfen können, kann hier nachgelesen werden: ‘H.-J. Wirth, Narzissmus und Macht. Zur Psychoanalyse seelischer Störungen in der Politik’

    ‘Selbsterkenntnisresistenz’ als psychisches Überlebensmodell steht dem Gedanken der Aufklärung diametral entgegen. Macht, Egozentrik, Narzissmus sind der seelische Gegenentwurf zur Liebe. Weil sich jedoch _noch_ relevantes Wissen zur Selbsterkenntnis frei durchs Netz unter den Menschen verteilen kann und der irrige Ansatz der Selbstherrlichkeit (’sein eigener Herr sein zu können’) langsam wissenschaftlich widerlegt ist, besteht Hoffnung – das millionenfach das eigene Selbst spiegelnde Medium Internet könnte auf jeden Fall die Kantsche Aufklärung wirksam weiterführen. Ebenso wie der Buchdruck der erste Dammbruch in der Jahrhunderte alten Lehre der Macht durch Wissensschutz war, kann das Netz für eine erneute, epochale Äquilibration der Machtverhältnisse unter allen informationsverarbeitenden Maschinen (vgl. T. Metzinger ‘Der Ego-Tunnel’) namens Homo Sapiens sorgen.

  32. Die letzten Links der vergangenen Woche : netzpolitik.org
    Die letzten Links der vergangenen Woche : netzpolitik.org Says:

    [...] Kuri bei Webciety über “Digitale Aufklärung”. abgelegt in: Deutschland, Digital Rights, General, Netzpolitikgetaggt mit: Digital Rights > [...]

  33. KoopTech » KoopTech empfiehlt ... » Jürgen Kuri über die Digitale Aufklärung
    KoopTech » KoopTech empfiehlt ... » Jürgen Kuri über die Digitale Aufklärung Says:

    [...] Kuri vertritt in seinem – wohl leider – einmaligen Cebit-Blogbeitrag “Digitale Aufklärung” die Ansicht, dass nur ein informierter Bürger mit den Widersprüchlichkeiten der [...]

  34. Aneinander vorbeireden: Man muss es nur wollen! : netzpolitik.org
    Aneinander vorbeireden: Man muss es nur wollen! : netzpolitik.org Says:

    [...] die andere weiß mangels Informationen nicht worüber (hat aber Angst). Jürgen Kuri hatte das Phänomen Anfang des Jahres schon einmal am Wickel: Die ideologiegetränkten Debatten Internet-Versteher vs. [...]

  35. Immer wieder Sonntags « Critikers Blog
    Immer wieder Sonntags « Critikers Blog Says:

    [...] Zusammenhang mit dem aktuellen Zeitgeist unserer Gesellschaft in Verbindung steht. Der Titel lautet „Digitale Aufklärung“, von Juergen Kuri. Jener Artikel beschäftigt sich mit der heutigen Gesellschaft und dessen [...]

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