Licht- und Schattenspiele sind großartig. Eine Kerze oder zumindest ein Feuerzeug sind meist zur Hand, und wenn die Kids vom Schlappohrhasen nicht begeistert sind, dann doch bestimmt von den anspruchsvolleren Figuren. Dumm nur, dass man selbst nicht wirklich lange vergleichbaren Enthusiasmus beim Fingerkrümmen verspürt. Ein Rucksack Technik mehr dagegen und die Problematik erübrigt sich.
Digitale Projektionen draußen in der Stadt sind nicht nur größer, viel größer, größergrößer – sondern obendrein noch bunt, bewegt und interaktiv.
Das Graffiti Research Lab (G.R.L.) entwickelt Tools wie den Laser Tag: einen Laserpointer, mit dem sich ganze Häuserfronten beschreiben lassen. Tools für uns Meetings-Montagsmaler. Tools, die sich im Paper als innovativer Ansatz zur legalen Kommunikation im urbanen Raum, als zukunftsträchtiges Werkzeug zur visuellen Intervention hypen ließen. Die derartige Buzzerei jedoch nicht nötig haben, um technikaffinen Menschen das Glück zu schenken. Das Einmal-in-der-Hand-halten, das brauchen sie.
Plus ein Video des Laser Tags in Aktion:
Plus ein schnelles Notebook (PC oder Mac), an den sich ein externer Monitor anschließen lässt. Eine Videokamera oder Webcam mit manuellen Einstellungsmöglichkeiten hinsichtlich Helligkeit und Konstrast, einen Beamer, der mit mindestens 2.000 Lumen Leuchtstärke daherkommt sowie einen Laserpointer zwischen 5 und 80mW. Je größer das schlussendliche Setup werden soll, desto lichtstärker muss der Beamer sein; Qualität der Kamera zahlt sich ebenso aus.
Softwareseitig läuft die aktuelle Version Laser Tag 2.0 auf openFrameworks, einer C++ library. Wie stets bei Projekten des G.R.L. wird der Code unter Open-Source-Lizenz veröffentlicht (Download für PC oder Mac) und damit einer weltweiten Fanbase frei zur Verfügung gestellt. Ob in New York, Amsterdam, Berlin oder Wien – jeder einzelne Interessierte soll teilhaben am Potenzial dieser Technologie, jeder einzelne Interessierte soll den urbanen Raum mitgestalten können.
Als Abteilung des New Yorker Eyebeam Open Lab, einer der Brutstätten offener Kreativität, beamt, taggt, schraubt und verdrahtet das G.R.L. bereits seit über zwei Jahren nicht nur mit Lasern, sondern auch mit LEDs, Magneten und induktiver Farbe.
Anleitungen, wie die entwickelten Tools einfach nachzubauen sich, finden sich auf Plattformen wie instructables, Dokumentationen auf flickr oder YouTube, glücksprühende Interventionen in nächtlichen Großstädten der ganzen Welt.
Release early. Release Often. And with rap music.


Januar 29th, 2008 at 19:43
[...] wanted to write about that many times already and now 01Blog (really, I don’t find that name particularly sexy..) pointed me to it again: Graffiti done [...]
Februar 22nd, 2008 at 12:24
[...] weitere sehr interessante Idee virtuelle Graffitis auf die Wände zu projizieren Tags: Graffiti, Internet, Kamera, Kunst, [...]